Familie ist, wo sich Kinder bei Erwachsenen auf Dauer zuhause fühlen. Ohne Kinder gibt es keine Familie und ohne Kinder hat eine Gesellschaft keine Zukunft. Der Wunsch, Kinder zu haben, ist natürlich und für eine Gesellschaft, die auf die Versorgung von Alten durch Jüngere setzt, auch sinnvoll. Ganz im Sinne dieser Kontinuität sollten auch die im Jahre 2010 Geborenen am Ende dieses Jahrhunderts von Jüngeren versorgt werden dürfen.

Da der Staat mithin ein Interesse daran hat, dass Kinder geboren werden, die später gesellschaftliche Verantwortung übernehmen können, soll er Familien auch förden. Aber die Förderung muss tatsächlich den Kindern zugutekommen: in Form von Gutscheinen für kindlichen Bedarf aller Art – einschließlich musischer und sprachlicher Bildung – sowie Betreuung in der Familie und/oder in der Kita.

Alleinerziehende sind für Kinder nicht das Ideal. Eine staatliche Förderung, die tatsächlich wegfällt, wenn sich der oder die Alleinerziehende einen Partner ins Haus holt, muss vermieden werden, weil dadurch das Modell des Alleinerziehens noch bestärkt wird. Auch hier muss sich die Förderung am Bedarf des Kindes orientieren.

Ein vielleicht nur sekundäres Problem ist der Familienname – im Zeitalter von Corporate Identity und Family Branding aber doch von hochsymbolischem Wert. Es ist demnach schön, wenn alle Mitglieder einer Familie denselben Familiennamen haben, sei es nun der ursprüngliche Name des einen oder des anderen Erwachsenen.